Sie bietet psychologische Beratung auch per E-Mail

08.07.2021 von Marion Gottlob

Ketsch. Wie findet man den Weg zu einem zufriedenen und glücklichen Leben mit mehr Ausgeglichenheit, Freude, Harmonie und Dankbarkeit? Wie kann man seelische Krisen meistern und Negatives loslassen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich Stephanie Groen aus Ketsch. Sie bietet dort psychologische Beratung an – vor Ort in ihrer Praxis, aber auch telefonisch, per E-Mail oder online. „Es ist mir ein großes Anliegen, dass sich heutzutage niemand mehr dafür schämen muss, wenn er unter psychischen Problemen leidet“, sagt Groen. Sie will die Hemmschwelle, nach professioneller Hilfe zu fragen, herabsetzen.

Gerade in der Corona-Krise verzweifeln viele Menschen aufgrund existenzieller Sorgen oder sozialer Isolation. Aber: „In jedem Negativen steckt auch etwas Positives“, betont Groen. Oft helfe es, den Blickwinkel zu ändern. Die Einschränkungen und Verbote seien schließlich dazu da, die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung zu wahren. „Wir sollten nicht in Wut oder Enttäuschung verharren, sondern das Beste aus der Situation machen und uns auf die schönen Dinge des Lebens konzentrieren“, meint Groen. Durch die Pandemie hat sie selbst Lebensfreude in neuen Dingen gefunden – zum Beispiel bei einer Partie Schach, einem Spaziergang in der Natur oder mit der Arbeit in ihrem Garten.

Stephanie Groen ist in Ketsch aufgewachsen und hat nach dem Abitur Betriebswirtschaftslehre in Heidelberg studiert. Nach einiger Zeit im Berufsleben merkte sie, dass sie so langfristig nicht glücklich sein würde. „Für mich stand immer der Mensch im Mittelpunkt und nicht die Abschlusszahlen des Betriebs.“

Also absolvierte sie ein Fernstudium für „Life Coaching“ (Lebensberatung) und machte eine Ausbildung zur Psychologischen Beraterin. Während ihrer Ausbildung bot sie über Facebook und Instagram kostenlose Beratungen an, und es meldeten sich Menschen aus ganz Deutschland. „Der absolute Wahnsinn“, erinnert sich Groen. „So viele Menschen kämpfen mit seelischen Belastungen.“

Aufgrund von persönlichen Schicksalsschlägen hat es sich Groen zur Aufgabe gemacht, nun auch anderen Menschen dabei zu helfen, wieder ein glückliches Leben zu führen. „Wenn wir an unsere Grenzen stoßen, erfordert es Mut, um nach Hilfe zu fragen“, berichtet sie. In den USA etwa sei es ganz normal, sich professionelle psychologische Beratung zu suchen. In Deutschland täten sich die Menschen damit leider nach wie vor schwer. Das zeige sich auch in der Pandemie, mit der soziale Isolation, Depressionen und Ängste stark in den Fokus gerückt seien. „Diese und viele weitere Probleme gab es schon immer, nur wurden sie viel zu selten in der Öffentlichkeit angesprochen“, sagt Groen.

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